August 2026 - Sportabzeichen geschafft - Ziel erreicht!

Im Februar habe ich an dieser Stelle geschrieben, dass ich in diesem Jahr ein Sportabzeichen machen will. Im lokalen Fernsehen von Radio Bremen gab es im letzten Jahr einen Bericht. Dort konnte man sehen das auch ältere Menschen immer noch teilnehmen. Ich habe in der Grundschule mal so was gemacht - aber ein weiterer Grund um sich zu bewegen schadet ja nie. Deshalb habe ich mir die Bedingungen angesehen und gemeint, dass es für mich machbar ist. Kleines Abenteuer - aber schwimmen kann ich ja ziemlich gut.

Beim ersten Treffen im Schwimmbad waren dann auch ein paar Leute (meist männlich), die auch teilnehmen wollten. Ein paar Senioren, manche nach einer gelungenen OP wie ich und auch ein paar Jugendliche, die von der Schule geschickt wurden. Sie sollten für eine bessere Note im Abschlusszeugnis ein Sportabzeichen vorweisen. Vermutlich gehörte zur Aufgabe herauszufinden, was das ist und wie man es bekommt. Immerhin hatten sie geschafft zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Was von Ihnen erwartet wurde, mussten sie noch lernen. Aber da das Handy griffbereit war, konnten sie sich anmelden. Schwimmen konnten Sie. Aber wenn man 17 Jahre und männlich ist, muss man 400m in 11 Minuten schaffen, das hat wohl nicht bei allen geklappt. Wenn man six - seven ist bekommt frau, wenn sie schneller als 12:15 Minuten schwimmt eine goldene Bewertung. Ich brauchte für die Strecke weniger als 10 Minuten. (Im Vorfeld hatte ich mal geübt vom Startblock zu springen - 40 Jahre her...) . Die Jungs haben sportlich gratuliert! Ich habe in dem Sportbad in dem die Abnahme stattfand vor mehr als 50 Jahren meine Jugend verbracht. Das fast tägliche Training war anstrengend, aber eine sehr gute Gelegenheit mit anderen Jugendlichen zusammen zu kommen. Man lernte miteinander umzugehen, diskutieren, die Zukunft zu planen, sich zu behaupten und manchmal entstanden Freundschaften und Liebschaften. Ich bezweifle, dass "tinder" eine guter Alternative ist.

An nächsten Tag haben wir uns auf dem Sportplatz wieder getroffen. Auch dort war eine gute Stimmung. Die PrüferInnen waren entspannt, freundlich und hilfsbereit, So war die Atmosphäre angenehm. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Alter, Geschlecht haben freundlich miteinander Sport gemacht, sich gegenseitig unterstützt, beraten , angefeuert und sich zusammen gefreut, wenn Ziele erreicht wurden. Für mich war es eine prima Erfahrung! Möglicherweise komme ich in nächsten Jahr wieder und bringe eventuell meinen Mann mit, der sich vielleicht schon hat anstecken lassen.

Vielen Dank an alle, die diese "alte" Tradition weiter pflegen.

Margret

PS: Noch zwei Wochen bis zum nächsten MRT. Mir geht es so gut, dass ich mir nicht so viele Sorgen mache. Eigendlich gut, dass es diese Kontrollen gibt.

(Stand 28.08.2026)

Über diesen Blog:

Nun hat schon das 10. Jahr im zweiten Leben begonnen.

Dies ist nur eine kleine Zusammfassung meiner Meningenom-Geschichte (Tumore im Kopf die von den Hirnhäuten ausgehen und deshalb keine Hirntumore sind - oder vielleicht doch? Ansichtssache!).
Die Langfassung kann man hier (bis 2023) und (hier ab 2024 bis Ende 2025)  finden. Neue Beiträge ab 2026 schreibe ich mal hier auf.

    • Begonnen hat es im Jahr 2017 mit ein paar Ausfällen, wie Sturz vom Fahrrad und von Treppen. Das Finden der Usache hat eine Weile gedauert. Schon ziemlich erschreckend als sich da ein riesiges Ding im Kopf befand, was da nicht sein sollte. Aber es konnte erfolgreich operiert werden und auch die Reha hat prima geklappt.
    • Dann gab es Jahre mit regelmäßigen Kontrollen, ohne Beanstandungen.
    • In 2021 wurde ein Rezidiv gefunden und erfolgreich im Gamma-Knife bestrahlt.
    • Und Ende 2024 war eine neue OP notwendig, in der vier Rezidive entfernt wurden. Vier weitere wurden Anfang 2025 im Gamma-Knife erfolgreich bestrahlt.
    • Gerade ist keine Behandlungsbedarf.
    • Es wurden ca. 30 Arztbriefe geschrieben - unglaublich. So viel Aufwand. Ohne Kommunikation geht es auch nicht, da wäre vielleicht Platz für eine hilfreiche KI?

Ich bin ziemlich verblüfft wie gut alles gelaufen ist und wie prima es mir geht. Nur Auto fahren mag ich nicht mehr, nicht gut für mich und auch nicht für die Welt. Zum Schwimmbad radele ich 20 km, schwimme 2000m mit den Studenten/Studentinnen auf der Sportbahn und komme zufrieden zuhause wieder an.

Weiterhin finde ich dass ich ein Beispiel für eine gute medizinische Versorgung in diesem Land bin. Dafür bin ich dankbar allen die mir geholfen haben!

Noch bleibt mir ein Stück Lebenszeit - ChatGPT sagt bei meiner Diagnose (Tumor WHO III) 5 Jahre, ein mich beratender Neurochirurg hatte Gründe, warum es 20 Jahre sein könnten.

PS:
Diese Web-Seite muss mal aufgeräumt werden - ich habe damit etwas begonnen.

(Stand 04.05.2026)